Zum 10.Todestag von Bruno Danzer

Franz Trinkl bei Gedenrede

16. Juli 2026

Am 15. Juli 2016 ist Bruno Danzer im Alter von 92 Jahren gestorben.

Anlässlich seines 10. Todestages hat der Vorsitzende der Karlsfelder SPD, Jiyan Göcer, ein Blumengedenken an seinem Grab niedergelegt, um ihn zu ehren und zu zeigen, dass wir ihn nicht vergessen.

In einer kurzen Ansprache gedachte Franz Trinkl Bruno Danzer, der 1960 zum ersten Mal zum Bürgermeister von Karlsfeld gewählt wurde. Zu dieser Zeit hatte Karlsfeld keine Schule, keine Kläranlage und „keinen Meter geteerter Gemeindestraße“, wie Bruno einmal sagte.

In seiner ersten Amtszeit bereits wurden die Grundschulen an der Schulstraße und an der Krenmoosstraße gebaut. Die Kanalisation wurde ausgebaut. Die Korneliuskirche wurde errichtet und vieles mehr.

Bereits nach dieser ersten Wahlperiode wurde die SPD stärkste Kraft. Bruno Danzer selbst ist offiziell erst 1971 Mitglied der SPD geworden, obwohl er wohl von Erich Strobl insgeheim schon vorher als Mitglied geführt wurde.

Franz Trinkl erinnerte an die verbindende Menschlichkeit von Bruno Danzer, der sich bei allen Vereinen, vielen Geburtstagen und vielen Festen sowie bei Feuerwehr und Sport sehen ließ. In Erinnerung bleibt auch seine überparteiliche Zusammenarbeit mit Dr. Rudolf Kauppe, der die CSU in Karlsfeld führte. Zweimal verzichtete die CSU daher darauf, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Und wenn sie einen aufstellte, unterlag dieser deutlich.

Die Beziehung zu dem legendären Pfarrer Mühlhauser brachte dem Duo den Spitznamen „Don Camillo und Peppone“ ein, wie in der berühmten italienischen Filmserie. 1990 trat Bruno Danzer ab. Damals gab es die Altersgrenze für Bürgermeister noch. Er hatte jedoch zusammen mit Erich Strobl schon seinen Nachfolger Fritz Nustede aufgebaut, der das Amt weitere 18 Jahre ausübte.

Bruno Danzer war der Ausgangspunkt einer langen sozialdemokratischen Tradition in Karlsfeld. Er hat Menschen gefördert – in der Politik wie in der Verwaltung –, die er ebenfalls stark ausbauen musste. Bruno Danzer, so Trinkl, hat Karlsfeld vom improvisierten, schnell wachsenden, oft verstreut zusammengezimmerten Straßendorf auf den Weg zu einer modernen Gemeinde gebracht.

Leider hat ihn ein Schlaganfall zu früh nach seiner Amtszeit seiner Sprache beraubt. Daraufhin hat sich Bruno Danzer sehr zurückgezogen. Trinkl bedauerte besonders: „Wir hätten seinen Rat noch gut gebrauchen können“, so Trinkl weiter. Karlsfeld, die Karlsfelder SPD und viele Menschen werden immer an Bruno Danzer denken. Trinkl: „Wo immer wir uns in Karlsfeld umsehen, sehen wir seine Spuren. Wir verneigen uns mit Liebe, Respekt und Dank.“

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