1700 Brillen gesammelt

„Da kommt Arbeit auf mich zu“, freut sich Johannes Klein aus Koblenz über die Dutzende Pakete, die auf ihn und seinen Transporter warten. Rund 1700 Brillen haben die SPD Frauen in Karlsfeld gesammelt, vor allem Anita Neuhaus und Elfriede Peil. Schon 2011 hatte es eine erfolgreiche Sammelaktion gegeben, aufgrund einer Idee von Hiltraud Schmidt-Kroll.

„Im Durchschnitt haben die Spender und Spenderinnen 10 Brillen abgegeben. Das sind also rund 170 Menschen, die sich die Mühe gemacht haben, sie zu verpacken und abzugeben, seit September 2014“, begeistert sich Elfriede Peil.

Für viele Menschen in Afrika hat eine Brille den Gegenwert von 6-8 Monatslöhnen. Die Brillen, die wir hier sammeln, sortieren und reinigen etwa 30 Helfer und Helferinnen in Koblenz von „Brillen weltweit“. Sie vermerken die Dioptrien auf jedem Brillenglas, beschriften sie und schicken sie nach Afrika, Asien, Südamerika, aber auch in einige Länder Europas: An Fachleute in Kliniken, an entsprechende Abteilungen in Kranken- und Missionsstationen.

Das Projekt wird gefördert von der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter. Für viele Mitarbeitende ist das eine wichtige Qualifizierungsmaßnahme und gliedert sie in komplexe Arbeitsprozesse ein.

„Ich bin froh, dass in meinem Keller jetzt wieder Platz ist“- wahrscheinlich für die nächsten Tüten und Kartons, die sie bei sich zuhause zwischenlagert. „Wir sammeln weiter und kommen nächstes Jahr hoffentlich wieder nach Karlsfeld“, so der Organisator Johannes Klein. Damit er nicht ohne Arbeit bleibt.